Eine Tizian Cut 5.4 zur „Silberhochzeit“ von Matthias Schäfer (Münter Zahntechnik) und Schütz Dental

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CAD/CAM seit 2002, einer der Ersten im Markt mit einer Biotan-Titangussanlage, einer der Ersten im Markt mit einer Tizian Cut 5.4, modern, innovativ und ein Gespür für die richtigen Trends – das ist Münter Zahntechnik in Eschwege!

Vor etwa 25 Jahren übernimmt ZTM Matthias Schäfer das Dentallabor „Münter Zahntechnik“, in dem er gut 17 Jahre zuvor auch seine Ausbildung absolviert hatte, und führt dieses mit seinem guten Händchen für den Markt, aktuelle Trends und die Branche unter die Top-Dentallabore Deutschlands. Bei 12 Mitarbeitern, davon 8 Zahntechniker und davon wiederum 6 CAD/CAM-Spezialisten, zeigt die Ausrichtung des Labors ganz klar in Richtung Digitalisierung


2002 wird CAD/CAM Teil des beruflichen Alltags von Matthias Schäfer 

Früh erkannte Matthias Schäfer, dass eine eigene Fräsmaschine ein absolutes Muss ist, wenn er sich zukunftssicher aufstellen und neue Kundenkreise für sich gewinnen möchte. Bis 2002 sendete er seine Aufträge an Fräszentren, dann machte er mit einer eigenen Fräsmaschine den ersten Schritt in die CAD/CAM-Welt. Damit war er einer der ersten CAD/CAM-Anwender in der Dentalbranche. Heute erfreuen sich seine CAD/CAM-Techniker an drei Fräsmaschinen aus dem Hause Schütz Dental: Tizian Cut 5, Tizian Cut 5.2 und die brandneue Tizian Cut 5.4.

Warum CAD/CAM?

„Ich war immer schon ein Typ, der volles Risiko gegangen ist und aus dem Bauch heraus entschieden hat. Manchmal bin ich damit auf die Schnauze gefallen, aber mit CAD/CAM lag ich goldrichtig. Ich bin damals mit der Biotan-Titangussanlage von Schütz Dental groß geworden. Die Technik hat mir einen echten Wettbewerbsvorteil verschafft. Heute bieten mir meine Fräsmaschinen einen deutlichen Vorteil zu anderen Dentallaboren. Mit meinem CAD/CAM-System hebe ich mich vom Wettbewerb ab. Ich kann ganz anders agieren. Kunden und Mitarbeiter schätzen das sehr. Denn neben der Arbeitserleichterung, Zeitersparnis und den präziseren Ergebnissen darf man den Anreiz eines CAD/CAM-fokussierten Labors für die Mitarbeiter vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels nicht unterschätzen.

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Meine beiden CAD/CAM Spezialisten Holger Lichau und Tim Schuchardt könnte ich ohne solche Innovationen nur schwer halten. Mit Holger arbeite ich seit 26 Jahren zusammen, seit 18 Jahren ist er im CAD/CAM-Bereich tätig. In Sachen Titan ist er unschlagbar und er hatte genau wie ich immer den Drang sich weiterzubilden und innovativ zu arbeiten. Tim kennt es gar nicht anders. Ich habe ihn damals ausgebildet, zwischenzeitlich hat er auch draußen etwas Laborluft geschnuppert und kam wieder zu mir zurück. Er macht jetzt seinen ZTM, hat sich aus eigenen Stücken zum Tizian Cut 5.4-Spezialisten entwickelt und wurde nun im Schütz Dental Referenten-Netzwerk als Trainer aufgenommen. Auf die Entwicklung der beiden bin ich sehr stolz. Ich denke solch ein Potential steckt ungenutzt in vielen Zahntechnikern und es ist schade, wenn dieses nicht genutzt wird. Mitarbeiterförderung und die anschließende Mitarbeiterbindung sind so wichtig.“

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„Lieber eine Tizian Cut 5.4 als eine Eigentumswohnung.“

Warum war für Dich der Schritt zur Tizian Cut 5.4 besonders wichtig?

„Also, ein Kumpel fragte mich ja, ob ich verrückt sei, in meinem Alter noch in solch eine Maschine zu investieren. Wie viele Eigentumswohnungen ich denn hätte und das sei doch heutzutage so wichtig im Alter. Aber da bin ich nicht der Typ für. Meine beiden Maschinen, die Tizian Cut 5 und die Tizian Cut 5.2, waren voll ausgelastet. Es war also nur logisch, dass eine dritte hermusste. Die Tizian Cut 5.4 hat mich sofort überzeugt. Die Preview in Roßdorf in den Hallen des Herstellers, der diese Maschine exklusiv für Schütz herstellt, war wirklich eindrucksvoll. Wir sprechen hier von einer Industriemaschine. Die ist nicht vergleichbar mit den anderen Maschinen, die der Dentalmarkt aktuell zu bieten hat. Wo sogar meine Tizian Cut 5.2 an ihre Grenzen stößt, brilliert die Tizian Cut 5.4. In Sachen Fräszeiten und Präzision ist sie für mich einfach unschlagbar.

Nehmen wir mal folgendes Beispiel: Früher haben wir für die Trockenfräsung einer Schiene 1:15 Std. benötigt, mit der Tizian Cut 5.4 geht das in unter 30 Minuten. Und so zieht sich das komplett durch. Die Präzision, zu der diese Maschine fähig ist, macht einem Gänsehaut am ganzen Körper. Als zweites Labor mit dieser Maschine sind wir quasi als Beta-Tester von Schütz auserwählt worden. Mein Mitarbeiter Tim Schuchardt testet und schreibt seit zwei Monaten eine Frässtrategie nach der anderen und kriegt das Leuchten gar nicht mehr aus seinen Augen raus. So heben wir uns wieder einmal einen gewaltigen Schritt ab vom Wettbewerb. Schienen, Teleskope, Modellgüsse – die will ja kein Zahntechniker mehr von Hand machen – sind kein Problem für uns. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Fräsaufträge für andere Labore ein großer Bestandteil unseres Arbeitsalltags sind.“

Warum hast Du Schütz Dental als Partner gewählt?

Als ich vor 25 Jahren Münter Zahntechnik übernommen habe, hat Schütz mir bei diesem großen und nicht ganz leichten Schritt wirklich als Partner zur Seite gestanden. Sowas vergesse ich nicht. Wir haben jetzt quasi „Silberhochzeit“. Ich schätze meinen Außendienst sowie die Mitarbeiter aus dem Innendienst sehr. Hier besteht eine sehr vertrauensvolle Geschäftsbeziehung und die Systeme sind einfach extrem gut! Wer bietet mir denn sonst den kompletten digitalen Workflow mit optischen und taktilen Scannern, Software, Fräsmaschinen, Kiefervermessung etc. aus einer Hand? Das Zusammenspiel funktioniert und ich habe für alles ein und denselben Ansprechpartner. Auch in Sachen analoge Labormaterialien ist Schütz gut aufgestellt. Ich setze zum Beispiel ganz klar auf den Futura-Prothesenkunststoff.

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Worin siehst Du zukünftig die Chancen und Risiken der Dentalbranche?

„Eine der größten Herausforderungen unserer Branche steht uns direkt bevor und wird einige Labore wahrscheinlich hart treffen: Zwischen 2022 und 2024 geht ein Großteil der deutschen Zahnärzte in Rente. Hier werden ganze Kundenstämme wegbrechen. Um dem vorzubeugen, haben wir uns bereits vor Jahren neue Kundenkreise erschlossen, was uns vor allem durch unsere digitale Ausrichtung hervorragend gelungen ist. Diesen Generationswechsel sehe ich aber auch als Chance für unsere Branche. Aktuell ist die Digitalisierungsfreudigkeit einiger Zahnärzte noch sehr träge, was sich in den kommenden Jahren sicherlich wandeln wird. Sehr gespannt bin ich auf die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Dentalbranche. Hier wird sicherlich auch einiges auf uns zukommen. Immer strengere Auflagen, wie das neue Medizinproduktegesetz, werden uns ebenfalls vor Herausforderungen stellen, die es zu meistern gilt. Ich denke, es bleibt spannend.“

Welche Maßnahmen ergreifst Du, um Dein Labor auch in den nächsten 10 Jahren noch auf Erfolgskurs zu sehen?

„Die Tizian Cut 5.4 war meine letzte große Investition. So sehe ich mein Labor gut aufgestellt für die Zukunft und kann es ruhigen Gewissens in neue Hände übergeben. Denn für mich heißt es nun meine Nachfolge zu sichern, die ich, so wie es aussieht, in Tim Schuchardt gefunden habe. Darauf bin ich extrem stolz, da ich ihn ja damals ausgebildet habe.

Ich werde für mich weiterhin Bauchentscheidungen treffen und das rate ich auch meinem Nachfolger. Nach wie vor halte ich es für wichtig, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Augen auf bei bspw. einer IDS, um Trends zu erkennen und zu nutzen, aber auch im Arbeitsalltag. Der Austausch mit anderen nationalen und internationalen Zahntechnikern und Zahnmedizinern sowie Partnern ist essentiell. So kam zum Beispiel unsere Kooperation mit der Universität in Madrid zustande. Solche Kooperationen und Kundenbeziehungen sind extrem wertvoll und gilt es auch in Zukunft zu pflegen. Wenn meinem Nachfolger das weiterhin gelingt, sehe ich der Zukunft von Münter Zahntechnik sehr positiv entgegen.“

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