Ästhetische Zahnfüllungen - mit Capo Bulk Fill Plus und PrimeBond7

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Ästhetische Zahnfüllungen 

- mit Capo Bulk Fill Plus und PrimeBond7

Ein Anwenderbericht von Zahnärztin Isabel Deny, Karlsruhe

 

 

 

Ausgangssituation

Bei der Patientin wurden im Rahmen der Routineuntersuchung mehrere kariöse Fissuren im Molarenbereich festgestellt (Abb. 1). Um einen weiteren Verlust von Zahnhartsubstanz und ein Fortschreiten der Karies zu vermeiden, wurden der Patientin Füllungen mit Capo Bulk Fill Plus (Schütz Dental) vorgeschlagen.

Verwendete Produkte

Für die Behandlung wählten wir das lichthärtende Seitenzahn-Komposit Capo Bulk Fill Plus und das 7. Generation Bonding PrimeBond7 (Abb. 2). Beide Produkte entstammen der neuen Produktlinie Systhetics aus dem Hause Schütz Dental.

Entfernen der Karies und Vorbereiten des Zahnes für die Füllung

Zunächst wurden die betroffenen Fissuren defektorientiert und minimalinvasiv aufgezogen und die Karies entfernt (Abb. 3). Um die Pulpa nicht zu gefährden, sind die üblichen Präparationsregeln einzuhalten.Für die absolute Trockenlegung des Zahnes wurde unter der Anwendung von Kofferdam gearbeitet (Abb. 4). Der Zahn wurde ordnungsgemäß gereinigt und getrocknet.

Ätzen der Zahnhartsubstanz

Ich habe mich in diesem Fall dafür entschieden die Selective Etch Methode anzuwenden, wenngleich PrimeBond7 auch in der Self Etch Technik angewendet werden kann. Durch die Schmelzätzung mittels gängiger Säure-Ätztechnik wird der Schmelz für die Füllung konditioniert und somit entsprechend vorbereitet (Abb. 5). Die Applikation des Etching-Gels (37 % Phosphorsäuregel) beträgt 30 Sekunden. Anschließend erfolgt die gründliche Spülung mittels Wasser und die Trocknung mit Luft.

Anwendung von PrimeBond7

Nach der Ätzung und der Trocknung des Zahnes wird zunächst PrimeBond7 aufgetragen. Das Bonding ist in ausreichender Menge auf die gesamte Zahnkavität aufzutragen. Die Einwirkzeit beträgt mindestens 20 Sekunden. Nach der Einwirkzeit wird das überschüssige Material mittels Druckluft verblasen, bis kein beweglicher Flüssigkeitsfilm mehr sichtbar ist. Die Aushärtezeit mittels Polymerisationslampe beträgt 10 Sekunden (Abb. 6).

Füllen des Zahnes mittels Capo Bulk Fill Plus Komposit

 Das Material Capo Bulk Fill Plus ist ein fl ießfähiges, lichthärtendes Komposit. Das Material befi ndet sich in einer Spritze und wird mittels Applikationsspitze einfach in die Kavität eingebracht. Dabei soll ein langsamer und gleichmäßiger Druck ausgeübt werden. Es ist darauf zu achten, dass keine Luftbläschen im Material entstehen (Abb. 7). Das Auftragen und Aushärten des Materials erfolgt in mehreren Schichten.

Die Aushärtezeit pro Schicht, mittels Polymerisationslampe, beträgt 20 Sekunden. Der Lichtleiter ist dabei so nahe wie möglich an die Füllungsoberfl äche zu halten. Die Polymerisation kann in Inkrementen bis zu einer Stärke von 4 mm erfolgen. Dies verkürzt somit die Behandlungszeit und erhöht den Komfort des Patienten.

Die Ausarbeitungen der finalen Füllungen

Das Material Capo Bulk Fill Plus kann nach der Polymerisation sofort ausgearbeitet und poliert werden. Die Ausarbeitung erfolgt mittels Finierdiamanten und SofLex-Scheiben. Nach der Überprüfung der Okklusion mittels Artikulationspapier ist die Füllung fertig gestellt (Abb. 8).

Die Patientin kann nach Abklingen der Anästhesie sofort mit der Belastung der Füllung beginnen.

Fazit 

Capo Bulk Fill Plus und PrimeBond7 sind sehr gut zu verarbeitende Materialien und einfach in der Handhabung. Capo Bulk Fill Plus ist optisch, vor allem farblich, sehr ansprechend. Da das Material eines der wenigen im Markt ist, welches frei von Bis-GMA ist, ist es für mich das Mittel der Wahl, wenn es um die Versorgung von kariösen Läsionen im Seitenzahnbereich geht. Weiterhin hat mich auch die Standfestigkeit in Verbindung mit dem sehr guten Handling begeistert.

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Die Autorin 

Kurz-Vita

  • Examen an der Philipps-Universität Marburg im Dezember 2010 und Approbation als Zahnärztin
  • Tätigkeit in zahnärztlicher Praxis in Weimar/ Lahn von März 2011 bis Januar 2014
  • Tätigkeit in zahnärztlicher Praxis Dr. Hetal Gajjar in Karlsruhe seit März 2014 bis heute
  • Diverse Auslandseinsätze in Nepal, Mongolei, Namibia und Sambia zwischen 2009 bis 2018
  • Tätigkeitsschwerpunkt Endodontie

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Hinweis: Dieser Bericht dient nicht als Anleitung. Die Anleitungen für die verwendeten Materialien und Geräte sind zu beachten. Die Verantwortung liegt beim Behandler.

 

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