"Live und in Farbe"

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Live und in Farbe 
Event: Netzwerken und digitaler Workflow

SEHEN. TESTEN. ERLEBEN: Unter dem Motto „Live und in Farbe“ präsentierten Referenten der Firma Schütz Dental zwei Vorträge über die digitale Welt in der Zahnmedizin und Zahntechnik. Gut gelaunt begrüßte Vertriebsleiter Michael Stock 145 digital interessierte Teilnehmer am 13. April 2018 in der Handwerkskammer Dortmund. Er eröffnete die Veranstaltung mit einem persönlichen Appell zum Netzwerken und gab den Startschuss für „Ihre digitale Welt“.

Kieferbewegungen digital verarbeiten

Fabian Völker (zebris-Systemspezialist, Schütz Dental) stellte die instrumentelle Funktionsanalyse im Rahmen des kompletten digitalen Workflows vor. Er ging vor allem auf die ultraschallbasierten Kiefervermessungssysteme JMT Function Pro und JMAnalyser+ ein. Die 3-D-Kieferbewegungsanalyse beruht auf Aufzeichnungen von Bewegungsdynamiken. Völker beantwortete die Fragen, wie sich der Unterkiefer eines Patienten bewegt, diese Bewegung aufgezeichnet wird und wie die echten Bewegungsdaten digital nutzbar gemacht werden. Voraussetzung dafür ist die Erstellung eines para-okklusalen Löffels zur Vorbereitung der Messung. Er besitzt die wichtige Eigenschaft, dass die Okklusion des Patienten nicht gestört wird und somit die Bewegungen präzise aufgenommen werden können. Außerdem wird ein Kopplungslöffel benötigt, der die Schlüsselfunktion im digitalen Prozess einnimmt. „Er gilt sowohl als Gesichtsbogen für die digitale CAD/CAM-Welt als auch zur Übertragung in den realen mechanischen Artikulator. Diese Funktionen dienen somit als Basis der Prothetik“, betonte Völker.

In der Live-Vermessung zeigte er das Messprinzip zur Aufzeichnung der Kieferbewegungen. In der Regel benötige der Zahnmediziner fünf bis zehn Minuten für die elektronisch gestützte echte Bewegungsaufzeichnung in der Praxis. Ein sehr geringer Zeitaufwand für ein optimales protheti sches Ergebnis. Mit viel Humor bewies Völker, dass das Thema Funktion seine Priorität im digitalen Workflow findet und Grundlage für die Herstellung von passgenauem und sicherem Zahnersatz ist.

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Digitaler Workflow ist „rund“

Silvio Dornieden demonstrierte den kompletten digitalen Workflow im Labor. Die realitätsgetreuen Daten aus der Kiefervermessung werden in die digitale Welt des Labors übertragen. Die Tizian-Creativ-RT-CAD-Software ermöglicht das Matching der vorhandenen Daten mit den Scandaten. Anschließend kann der Zahntechniker laut Schütz Dental am Rechner einfach und schnell konstruieren. Nach der Umsetzung der Patientendaten in die Tizian-CAM-Software folgt das Fräsen der Versorgung im gewünschten CAD/CAM-Material.

Ein besonderes Augenmerk legte der Experte auf den Weg zur Herstellung adhäsiver Passung von Teleskop sowie Steg-Überkonstruktionen durch fortschrittlichste digitale Technologien. Diese werden realisiert durch den taktilen Scanner. Schütz Dental bietet umfassende CAD/CAM-Komponenten für die Inhouse-Fertigung. Diese sind abgestimmt auf die jeweilige Laborgröße. Neben hochpräzisen reproduzierbaren Ergebnissen weisen die individuell auf das Labor abgestimmten CAD/CAM-Konzepte ein hohes Potenzial an Wertschöpfung auf, so das Unternehmen. 

Ein Teilnehmer hatte besonderen Anlass zur Freude. Er gewann einen Platz beim vierten CAD/CAM-Event in Kronberg am 9. und 10. November 2018, wo zukunftsorientierte Praxis- und Laborkonzepte vorgestellt werden. Geprägt war die Veranstaltung „Live und in Farbe“ vom intensiven Netzwerken zwischen Zahnärzten, Zahntechnikern, Referenten und Gastgebern. Nach den Vorträgen bot sich den Besuchern die Möglichkeit eines „Rundgangs“ durch den kompletten digitalen Workflow. Gezeigt wurden sämtliche CAD/CAM-Komponenten im Foyer der Handwerkskammer sowie die aktuelle Fräsmaschine im Portfolio.

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Claudia Gabbert, Hamburg

Veröffentlichung in der DZW 20/2018 – zahnärztlicher Fachverlag